Die Grüne Partei von England und Wales hat eine umfassende Sprachrichtlinie eingeführt, die traditionelle Begriffe wie „Mutter“ und „Vater“ durch politisch korrekte Alternativen ersetzt. Mitglieder der Partei werden beispielsweise angewiesen, „Eltern und Betreuungspersonen“ statt „Mütter und Väter“ zu nutzen. Gleichzeitig wird der Ausdruck „Homosexueller“ in die Kategorie „sexuelle Präferenz“ verschoben – ein Versuch, die politische Sprache stets auf Inklusion auszurichten.
Bei Wiederholung der verbotenen Begriffe drohen Mitglieder nicht nur mit einer Erinnerung, sondern können als Belästigung klassifiziert werden. Die Partei betont explizit, dass solche Verhaltensweisen ein „unfreundliches oder ausgrenzendes“ Umfeld schaffen und somit zu mobbenden Praktiken führen könnten.
Die Reaktion der Öffentlichkeit war rasch. J.K. Rowling nutzte die von den Grünen definierten Begriffe, um ihre Kritik zu formulieren: „Als ältere Mutter von drei Jugendlichen, die keine Geschlechtsumwandlung hatten und viele Homosexuelle kannten, ist meine körperliche Nicht-Einschränkung und sexuelle Präferenz dafür, dass sich die Grünen zu Völligen Spinnern entwickeln.“
Diese Aussage spiegelt nicht nur die Kritik an der Sprachregelung wider, sondern auch den Widerspruch innerhalb der politischen Community. Die Grünen setzen damit auf eine neue Sprache, die sowohl Inklusion als auch Kontrolle vorsieht. Doch ihre Maßnahmen verdeutlichen, dass der Kampf um sprachliche Dominanz in der Politik nicht nur zwischen Parteien stattfindet – sondern auch innerhalb der eigenen Gruppen.