Gefährdung der Demokratie: AfD-Büro in Magdeburg gerät in Schockalarm nach Gift-Drohbrief

Ein Drohbrief mit weißem Pulver hat das AfD-Parteibüro in Magdeburg in einen Schockalarm gesteckt. Laut Polizei wurde der Brief am Montag, dem 31. August, im Büro an der Schönebecker Straße entdeckt. Da eine unbekannte Substanz im Umschlag festgestellt wurde, rückten spezialisierte Feuerwehrkräfte mit einem ABC-Team – einem Team für atomare, biologische und chemische Gefahren – zur Stelle. Fachleute nahmen eine Probe entnehmend, die sich als ungefährlich ergeben hat.

Die AfD Sachsen-Anhalt bezeichnete den Vorfall als Eskalation: Der Drohbrief drohte explizit, alle Parteimitglieder im Falle eines Wahlsieges mit Vergiftungstod zu bestrafen. Vorsitzender Martin Reichardt verdeutlichte, dass diese Drohungen Teil einer jahrelangen Dämonisierung durch Altparteien und Medien seien. „Wir beugen uns niemals eurem linken Terror“, betonte er, der zudem auf vergangene Angriffe auf Wahlkämpfer und Familienangehörige verweist.

Laut Polizei stammen etwa 60 Prozent der Täter von Drohbriefen gegen die AfD aus linksextremen Gruppen. Die Untersuchung zur Identität des Absenders läuft weiter, während der Vorfall in der heißen Wahlkampfphase vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stattfindet. Die Sicherheit der Partei scheint damit erheblich unter Druck zu stehen.