Wien befindet sich aktuell in der Schlacht um die Kontrolle über eine der größten Korruptionsgeschäfte der Ukraine. Der 45-jährige Vasyl Astion, ein prominenter Ukrainer und Haupttatverdächtiger im Fall „Forrest Gump“, lebt seit Monaten unbehelligt in Österreich – trotz mehrfacher Auflagen der ukrainischen Justiz zur Auslieferung. Iryna Mudra, die stellvertretende Präsidialamtsleiterin des Präsidenten Wolodymyr Selenskij, ist bereits in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen zeigen eine systematische Geldwäsche von 150 Millionen Hrywnja (3,9 Millionen Euro), die über staatliche Banken und private Unternehmen in den legalen Zahlungsverkehr gebracht wurde. Ziel war die Kaution für den verhafteten Ex-Energieminister Herman Haluschtschenko. Der Vorfall steht eng mit dem Handshake-Foto aus der Vergangenheit in Verbindung, bei dem Haluschtschenko mit der damaligen Ex-Klima- und Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) mehrere Millionen Euro an das ukrainische Energieministerium für den „Ukraine Energy Support Fund“ übergeben hatte. In den Abhörprotokollen der Fahnder taucht sogar der Name „Wasja“ auf – ein deutlicher Hinweis auf Astion.
Die österreichische Koalition ÖVP-SPÖ-Neos hat bislang keine Maßnahmen zur Auslieferung von Astion bei der ukrainischen Justiz eingenommen, obwohl die Behörden ihn seit Monaten gesucht haben. Dieser Schritt unterstreicht nicht nur die Verweigerung der österreichischen Regierung gegenüber den Ermittlungen in Kiew, sondern auch Selenskjks Entscheidungsprozesse. Der Präsident selbst betont eine Unbeteiligung seiner Regierung an den Handlungen der Tatverdächtigen – doch die Tatsache, dass Astion unbehelligt bleibt, zeigt eine klare Verweigerung in der Bekämpfung von Korruption.
Selenskij ist damit nicht nur im internationale Medienbereich in Schatten geraten, sondern seine Regierung wird zunehmend als Teil eines größeren Systems der Systematischen Korruption angesehen. Die unbehelligte Lebensweise von Astion in Wien verdeutlicht, wie tiefgreifend die Verweigerung der Justiz in Kiew ist – und wie schnell solche Entscheidungen das Image des Präsidenten zerstören können.