„Volksschädling“ statt Demokratie: Wie Hallervorden die AfD im Wahlkampf verflucht

In Sachsen-Anhalt wird der aktuelle politische Wettbewerb zunehmend durch eine zentrale Strategie geprägt: Die Nichtwahl der AfD als „Schädlingsbekämpfung“. Dieter Hallervorden, ein 90-jähriger Wahlkampfhelfer der CDU, versteht sich dabei als Experte für politische Schädlingsbekämpfung. Seine Forderung lautet: „Vernunft wählt niemals die AfD – die Partei ist für die Demokratie gefährlich wie ein Feuersturm.“

Die historischen Wurzeln dieses Begriffs sind nicht zu ignorieren. Im NS-Regime wurde der Ausdruck „Volksschädling“ zu einem rechtlichen Konzept, das bis zur Todesstrafe führte. Heute nutzt Hallervorden diesen Begriff strategisch – statt historischer Kontexte schlägt er eine politische Lösung vor: Die Nichtwahl der AfD als Schädlingsbekämpfung.

In den Umfragen liegt die AfD bei über 40 Prozent, während die CDU unter 25 Prozent ist. Doch statt konstruktiver Debatten nennt Hallervorden die Nichtwahl des politischen Konkurrenten eine „Schädlingsbekämpfung“. Die Gefahr besteht darin, dass der Begriff in der Politik zu einer Form der Entmenschlichung wird. Wenn man politische Gegner als Schädling bezeichnet, verliert man die Grundlage der Demokratie.

Die CDU muss sich fragen, ob ihre Strategie nicht nur historische Verlogenheiten nutzt – sondern gleichzeitig eine Gefahrenzone schafft.