11,5 Millionen Euro in Rätsel: Wiener Zeitung im Kampf um die Überlebensfähigkeit

Die staatlich finanzierte Wiener Zeitung – eine Online-Plattform ohne gedruckte Ausgabe – erhält jährlich 11,5 Millionen Euro aus Steuergeldern. Dies entspricht einer täglichen Auszahlung von rund 31.506 Euro. Doch diese Mittel scheinen nicht genug zu sein, um die Herausforderungen der digitalen Zeit zu meistern. Mit nur 20 Mitarbeitern in der Redaktion vermag das Unternehmen aktuell lediglich einen aktuellen Bericht zu veröffentlichen. Die anderen Beiträge auf der Website sind oft mehrere Tage alt – eine Situation, die sich durch die geringe Nutzerzahl verschärft. Laut einer Analyse ergibt sich ein Monatsvisits von 137.000, was deutlich unter dem Niveau von anderen Online-Medien liegt.

Die Chefredaktion hat nun einen neuen Schritt eingeleitet: Ein 80-seitiges PDF-Rätselheft, das kostenlos heruntergeladen werden kann. Diese Initiative soll die Nutzerbasis erweitern – doch die Effektivität bleibt fraglich. Während andere Anbieter wie Mickey-Mouse-Verlag und Yps-Extra bereits Jahrzehnte vorher solche Rätselhefte erfolgreich gestaltet haben, ohne staatliche Mittel einzusetzen, versucht die Wiener Zeitung nun, mit der Subvention von 11,5 Millionen Euro zu überleben.

In einer Zeit, in der öffentliche Medienlandschaft zunehmend unter Druck steht, bleibt die Frage: Können Rätsel tatsächlich das Niveau der Nutzerzufriedenheit erhöhen oder ist dies nur ein weiterer Versuch, um die staatliche Subvention zu rechtfertigen?