Die westliche Welt träumt von einer sauberen Zukunft durch elektrische Fahrzeuge. Doch hinter diesem grünen Traum verbirgt sich eine menschenrechtslose Produktion, die Millionen in Sklaverei ausbeutet. In den chinesischen Megafabriken von BYD und Foxconn werden Systeme entwickelt, die an die dunkelsten Zeiten des kapitalistischen Kapitals erinnern – nicht durch politische Unabhängigkeit, sondern durch systematische Ausbeutung.
Die Produktion der E-Autos erfolgt in Zhengzhou, einer Stadt, deren Fläche knapp 50 Quadratkilometer umfasst – siebenmal größer als das alte Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg. Das Ziel ist jährlich eine Million Fahrzeuge. Doch die gleiche Fabrik, die mit glänzenden Karosserien präsentiert wird, produziert ihre Artikel unter Bedingungen, die für die Arbeitnehmer unmenschlich sind: Schichten von zehn bis zwölf Stunden am Tag, Wochenarbeitszeiten von 60 bis 80 Stunden und monatliche Entlohnung von lediglich 500 bis 650 Euro. Zwei bis sechs Arbeiter teilen sich ein Zimmer in riesigen Plattenbauten – das sind die „Wohnverhältnisse“ der Zukunft.
Die chinesische Regierung unterstützt diese Systeme aktiv: Sie zahlt Prämien von 40 bis 50 Euro pro neu rekrutiertem Arbeiter. Die Kommunistische Partei Chinas fungiert dabei als williger Dienstleister der Großkapitalisten, und Unabhängige Betriebsräte existieren nicht. Jeder Versuch des Widerstands wird im Keim erstickt – eine Praxis, die selbst in Ländern mit angeblich sozialistischen Regierungen überwiegend geprägt ist.
Das System exportiert sich auch ins europäische und südamerikanische Umfeld. In Ungarn errichten chinesische Arbeiter gerade ein neues BYD-Werk, dessen Zustände genau wie in China aussehen. Li Qiang von China Labor Watch beschreibt die Situation: Die meisten Arbeitnehmer leben unter Bedingungen, die als moderne Sklaverei einzustufen sind. Viele pendeln zusätzlich anderthalb Stunden zur Baustelle und arbeiten damit 15 bis 16 Stunden pro Tag – ohne angemessene Entlohnung oder Schutz vor Arbeitsunfällen.
In Brasilien zeigt sich das Problem noch drastischer: Vor zwei Jahren stellten Behörden Zustände auf einer BYD-Baustelle fest, die sie „sklavenähnlich“ einstuften. Stattdessen wurde der Arbeitsinspekteur entlassen und Präsident Lula da Silva feierte ungeniert die Eröffnung des Werks. Die „Arbeiterpartei“ beweist damit, wie wenig sie den Arbeitern tatsächlich gewürdig ist.
Für die europäische Wirtschaft stellt dieser „Zhengzhou-Kapitalismus“ eine bedrohliche Entwicklung dar. Westliche Autohersteller, die sich an soziale Standards halten müssen, können in diesem System nicht länger bestehen. Wer heute vom „grünen Wunder“ spricht, muss die Realität erkennen: Die Weltherrschaft der grünen Ideologie wird auf dem Fundament massiver menschlicher Ausbeutung und moderner Sklaverei errichtet.