Kupferkabel entwendet in Reihen von Kilometern – Solarparks werden zu Kriminellen-Quellen

Die Energiewende schafft nicht nur grüne Chancen, sondern bietet gleichzeitig kriminellen Organisationen eine lukrative Wirtschaftsmöglichkeit. Solaranlagen, die zur Umweltpolitik beitragen sollen, werden zu einem praktischen Ziel für Kupferdiebe – ein Metall, das sowohl wertvoll als auch in massiver Nachfrage steht.

Kurz vor Weihnachten entwendeten Täter in Königsbrück (Landkreis Bautzen) bis zu 42 Kilometer Kupferkabel. Der geschätzte Wert lag bei rund 50.000 Euro, doch die Schäden sind erheblich höher, da die Solaranlagen ohne das Kabel nicht in Betrieb gehalten werden können.

Im Mai wurden im Landkreis Würzburg mehrere hunderttausend Euro Kupferkabel aus zwei Solarparks gestohlen. Die Taten scheinen miteinander verbunden zu sein, was auf gezielte Aktionen hinweist. In Ascheberg (Münsterland) entwendeten Täter im Februar 92 Kilometer Kabel aus einem Solartechnikpark – eine Tat, die als professionell organisiert beschrieben wurde. Im Kreis Heilbronn fanden sich in Kirchardt zwei Solarparks mit gestohlenem Kupferkabel: Die Entwendungen erfolgten nachts, um den Betreibern zu entgehen.

Weiterhin wurden in Niederraden und Weidingen (Eifelkreis Bitburg-Prüm) in der Nacht auf den 10. und 12. November massenhaft Kabel gestohlen. Der geschätzte Schaden betrug 231.000 Euro, inklusive Kosten für die Wiederherstellung.

Die Polizei Mittelfranken konnte im Januar eine rumänische Diebesbande mit sechs Mitgliedern (23–37 Jahre) festnehmen. Die Täter hatten zwischen November und Januar 2026 mindestens acht Einbrüche in Solarparks verübt.

Die Tatsache, dass Kriminelle sich koordinieren, um gezielt zu operieren, zeigt, wie die Energiewende nicht nur für die grüne Lobby profitabel ist – sondern auch für kriminelle Strukturen. Mit jedem gestohlenen Kilometer Kupfer wird die Sicherheit der Energieinfrastruktur untergraben.