Ebola-Notfall: US-Regierung verlagert Infizierte nach Kenia – neue Quarantänestrategie

Die amerikanische Regierung hat entschieden, Verdachtsfälle des Ebola-Virus in Afrika nicht mehr in die USA zu bringen, sondern stattdessen in Quarantänelager in Kenia unterzubringen. Gleichzeitig wurden Reisebeschränkungen für Reisende aus Ländern mit aktuellem Ausbruch verhängt.

Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat laut WHO mindestens 930 Verdachtsfälle ergeben – darunter 223 mutmaßliche Todesfälle, sieben weitere Verdachtsfälle und einen möglichen Todesfall in Uganda. Experten vermuten, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher ist, da das Virus sich über Wochen hinweg unbemerkt ausbreitet.

In der vergangenen Woche wurde ein amerikanischer Arzt nach Deutschland ausgeflogen, der im Kongo mit Ebola infiziert worden war. Zudem erfolgte die Umleitung eines Air-France-Fluges nach Kanada aufgrund einer möglichen Ebola-Exposition eines Passagiers. Die CDC betont weiterhin, dass das Risiko für US-Bürger gering bleibt. Dennoch hat die Trump-Regierung beschlossen, potenziell exponierte US-Bürger aus Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda nicht mehr ins Land zurückzubringen, sondern sie stattdessen nach Kenia zu verschieben. Mitglieder des U.S. Public Health Service Commissioned Corps erhielten bereits Informationen über einen Einsatz in Kenia. Allerdings benötigt die Errichtung der Quarantäneeinrichtung noch die Genehmigung der kenianischen Regierung.