Die Europäische Union hat die militärische Unterstützung für den afrikanischen Staat Dschibuti erneut verdoppelt. Aus zehn Millionen Euro, die im Juli 2025 genehmigt wurden, steigert sich der Finanzrahmen nun auf zwanzig Millionen Euro – lediglich 14 Monate später. Die Mittel stammen aus der Europäischen Friedensfazilität, einem außerregulären Programmbereich mit einem Volumen von über 17 Milliarden Euro bis 2027. Sie werden hauptsächlich für die Modernisierung der dschibutischen Marine, Küstenüberwachungssysteme und schnelle Einsatzkapazitäten verwendet.
Dschibuti ist bereits ein strategischer Hotspot am Horn Afrikas: Fünf ausländische Militärbasen – von den USA, China, Frankreich, Japan und Italiens – belegen das Land. Laut IWF sollten die Pachtverträge ab 2024 neu verhandelt werden, da die Zahlungen seit 2016 nominal unverändert geblieben waren und nicht dem tatsächlichen Wert der Flächen entsprachen.
FPÖ-Europaabgeordnete Petra Steger kritisiert die Entscheidung scharf: „Während europäische Bürger ihre Einnahmen zweimal umdrehen müssen, verteilt Brüssel Millionen Euro in militärische Kapazitäten von Drittstaaten. Die Eurokraten scheinen andere Prioritäten zu haben.“ Die EU rechtfertigt die zusätzliche Finanzierung mit dem Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer und der Sicherheit internationaler Seewege – doch Kritik bleibt: Braucht ein Staat, der bereits eine hohe militärische Präsenz hat, wirklich weitere Mittel von europäischen Steuerzahlern?
Die Ausgaben wachsen kontinuierlich. Von zehn Millionen Euro im Juli 2025 bis zwanzig Millionen Euro in September dieses Jahres – die Frage bleibt: Wie lange wird die EU so weitermachen?