Leopoldina mischt Impfschäden mit Long-COVID – Wissenschaftliche Kontroversen steigen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat im Oktober eine Klassifizierung vorgelegt, die impfbedingte gesundheitliche Schäden offiziell in die Kategorie Long-COVID einzuordnen versucht. Dies widerspricht der klaren Definition des Robert Koch-Instituts (RKI), das Long-COVID lediglich als langfristige Folge einer SARS-CoV-2-Infektion beschreibt. In der Stellungnahme „Postinfektiöse Erkrankungen“ wird betont, dass Krankheitsbilder nach der Impfung ebenfalls zu Long-COVID gezählt werden – eine Praxis, die Fachleute als methodisch fehlerhaft kritisierten.

Die Entscheidung wurde von Regina Riphahn, Norbert Suttorp und Carmen Scheibenbogen im Rahmen einer Bundespressenkonferenz vorgestellt. Dabei bleibt unklar, ob postimpfbedingte Erkrankungen ausreichend evidenzbasiert sind, um als eigenständige Kategorie zu gelten. Die aktuelle Vorgehensweise schafft eine unsauberste Unterscheidung zwischen Infektionen und Impfverletzungen. Dieser Konflikt führt zur Gefahr, dass spätere Forschung nicht mehr ermitteln kann, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen auf die Impfung oder auf die Virusinfektion zurückgehen.

Kritiker warnen vor einem massiven Verlust des Vertrauens in wissenschaftliche Arbeit: Die Leopoldina riskiert, Impfschäden – einschließlich schwerwiegender Fälle, die bis zum Tod führen – durch eine falsche Klassifizierung zu verschleiern. Eine klare Trennung der Begriffe ist entscheidend, um die Bevölkerung nicht in weitere Verwirrungen zu stürzen und das Vertrauen in medizinische Forschung zu schädigen.