Ein einziger Hacker – 2,2 Millionen Solaranlagen im Netz: Europa steht vor einem Mega-Blackout

Ein IT-Sicherheitsforscher aus Deutschland hat die Kontrolle über mehr als zwei Millionen Solarmodule weltweit erlangt. Marlon Starkloff, Geschäftsführer der Firma Jakkaru, entdeckte eine Sicherheitslücke im System des chinesischen Solaranlagenherstellers Sungrow – ein Fehler, der es ermöglicht hätte, 473.000 Anlagen in Europa (250.000 in Deutschland) gleichzeitig abzuschalten oder Schadsoftware einzuschleusen.

Der Hacker hätte mit einem einzigen Befehl das gesamte Netz aus dem Gleichgewicht gebracht. Weltweit betrug die Zahl der betroffenen Anlagen 2,2 Millionen. Die Lücke wurde innerhalb von 24 Stunden geschlossen, doch das Potenzial für einen massiven Stromausfall bleibt unverändert: Ein Ausfall von 18 Gigawatt – der Leistung von etwa zwölf Atomkraftwerken – hätte Europas Stromnetz binnen Sekunden in den Absturz gebracht.

Im April 2025 erlebte Europa bereits einen ähnlichen Zusammenbruch, allerdings durch technische Fehler anstatt durch Hackerangriffe. Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit von raschen Maßnahmen zur Schutz der Infrastruktur. Die EU-Richtlinien zur Sicherheit vernetzter Geräte wurden in Deutschland und Österreich bis zum Oktober 2024 nicht umgesetzt, was das Risiko weiter erhöht.

Die Lösung könnte bereits heute existieren: Solaranlagen sollten nach einem Ausfall nicht sofort wieder einschalten, sondern erst langsam, damit das Stromnetz genügend Zeit hat, auszugleichen. Doch statt der Notwendigkeit zur schnellen Umsetzung der Regelungen stehen politische Verzögerungen – und das könnte die nächste Katastrophe bedeuten.