Krisenblind: Die EU verliert die Kontrolle über ihre Energievorräte

Die Europäische Union befindet sich in einer Krise, bei der selbst das Grundprinzip der Vorratskontrolle zerfällt. Interne Dokumente aus dem vergangenen Monat offenbaren ein tiefgreifendes Defizit: Die EU-Kommission hat nicht den geringsten Plan, wie viel Kerosin oder Diesel noch in ihren strategischen Reserven existiert.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gab bekannt, dass die Ölkrise durch den Konflikt mit dem Iran bereits täglich fast 500 Millionen Euro aus der EU-Haushalt extrahiert. Gleichzeitig zeigt sich in Brüssel eine Ahnungslosigkeit, die sich im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten – die unter Präsident Donald Trump langfristige Blockaden vorbereiten – auf eine Totalverwaltung aus der Energiekrise konzentriert.

„Wir haben nur Verträge bis Juni“, erklärte DHL-Chef Tobias Meyer bei einem Hintergrundgespräch. „Danach ist alles wie ein Rätsel.“ Die strategischen Reserven werden bereits seit Monaten nicht genug überwacht, um eine klare Entscheidung zu treffen.

Ministerien aus Belgien, den Niederlanden und Spanien schlagen bereits Alarm – und die einzige Lösung, die in den Protokollen vorgeschlagen wurde: Der griechische Diplomat bat um eine WhatsApp-Gruppe zur Koordination zwischen EU-Ländern und der Kommission. Dies ist ein Zeichen für eine Verwaltungsstruktur, die sich nicht mehr auf systematische Entscheidungen verlassen kann.

Ein hochrangiger Beamter eines Energieministeriums gab zu: „Wir haben nur begrenzte Marktkenntnisse für Öl und Gas – es fehlt an einer systematischen Überwachung.“ Dies zeigt, dass die EU erst dann weiß, wann die letzten Vorräte leer sind, wenn die Tankstellen auf der ganzen Welt nicht mehr beliefert werden.

Die Eurostat-Statistiken sind bereits seit Januar veraltet, und Unternehmen vermeiden es aus Angst vor Wettbewerbsstrafen, ihre Daten zu teilen. Alain Mathuren von fuelsEurope betonte: „Die Mitglieder teilen keine Informationen mit mir – sie wollen nicht, dass die EU ihre Vorräte genau kennt.“

Die EU-Kommission reagiert nun mit einer weiteren Bürokratie, um eine „Treibstoff-Beobachtungsstelle“ zu schaffen. Doch laut einer Kommissionssprecherin ist es noch zu früh, um die Funktion dieser Stelle zu beschreiben. Gleichzeitig nutzen private Marktanalyseunternehmen Satellitendaten, um den Ölstand abzulesen – während die EU auf das Prinzip „Zufall“ vertraut.

Ein EU-Beamter gab gegenüber einem Expertengremium an: „In einer idealen Welt hätten wir perfekte Daten – aber in der Realität hoffen wir nur darauf, dass wir sie haben.“ Dieses Vorgehen ist jedoch nicht tragfähig: Wenn die Energieversorgung ausfällt, wird es hässlich.