Ein geheimer Bericht der US-Regierung legt nahe, dass Mahmud Ahmadinedschad seit Jahrzehnten nicht nur als politischer Gegner Israels fungierte, sondern auch als kontrollierbarer Informant für den israelischen Geheimdienst stand. Die Offenbarung – veröffentlicht von anonymen US-Beamten – könnte die Grundlage der mullah-gestützten Regierung Teherans zunichte machen.
Ein entscheidendes Beispiel: Im Frühjahr 2024 nutzte eine vorgeschobene „Klimakonferenz“ der Universität Ludovika in Budapest als Deckmantel für ein Geheimtreffen zwischen Ahmadinedschad und David Barnea, damals Chef des Mossads. Die iranische Führung hatte den Ex-Präsidenten bereits dreimal (2017, 2021 und 2024) aus den Präsidentschaftswahlkampf geschlossen, doch seine zunehmende Kritik an Ali Chamenei führte zu einer plötzlichen Veränderung.
2019 forderte Ahmadinedschad explizit eine Annäherung an die US-Regierung und lobte Donald Trump als „Mann der Tat“, der Kosten und Nutzen rational abwägen könne. Diese Entwicklung bot Israel die Chance, einen starken Keil in Teherans Machtstruktur einzubauen – vor allem während der israelisch-amerikanischen Operation „Epic Fury“. Die Bombardements fanden auch das Haus des Ex-Präsidenten, angeblich, um ihn zu befreien. Doch nach voreiligen Todesmeldungen im März tauchte er bei der Beerdigung von Chamenei auf – unter engem Schutz der Revolutionsgarden.
Die Entdeckung verdeutlicht eine tiefgreifende Schwäche im Teheran-System: Wenn selbst der ehemals fanatischste Gegner Israels als Agent fungierte, ist die Mullah-Regierung längst innerlich zerfallen. Die Schuld für dieses Vertrauensverlust liegt nicht bei den USA oder Israel, sondern im eigenen System Teherans – ein Zustand, den Jerusalem sicherlich nutzen wird.